Mittwoch, 08. November 2017
19:00 Uhr | Stadthalle Biberach

Homo Faber

Nach dem Roman von Max Frisch
Aufgeführt vom Theater Lindenhof

"Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen", so beschreibt Walter Faber in einem klaren Satz sich und seine Welt.

Und dann entgegen aller Wahrscheinlichkeit, begegnet er dem Unvorhersehbaren, das seine Welt und seine Gefühle verwirrt: Durch eine Kette von Zufällen begegnet er der jungen Sabeth, die ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert. Er verliebt sich und beginnt mit ihr eine Reise durch Europa. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch dann stirbt Sabeth und ihr überraschender Tod erschüttert Fabers Weltbild. Er scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.
Die mit dem Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnete Theater-Lindenhof-Inszenierung hält sich dicht an den Originaltext und konzentriert sich auf die Innenwelt Fabers. Rückblickend erzählt Walter Faber (Sebastian Schäfer) die Chronologie der Ereignisse. Durch die Stimmen der anderen Figuren (Reinhard Froboess, Kathrin Kestler), die sein verfehltes Leben aufdecken und ihn unbarmherzig durch die letzten Monate seines Lebens treiben, wird die Diskrepanz zwischen Fabers Selbstsicht und der Wirklichkeit dem Zuschauer vor Augen geführt.

Homo Faber
19:00 Uhr, Stadthalle Biberach

Bestuhlung
Stuhlreihen nummeriert

Eintritt
19,50 bis 25 €
Ermäßigt
15 bis 19 €